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Die Ursache der Multiplen Sklerose ist bisher nicht bekannt, aber Tausende von Forschern in der ganzen Welt versuchen sorgfältig und aufwendig die einzelnen Stücke dieses komplizierten Puzzles zusammenzusetzen.
Die Schädigung des Myelins bei der MS dürfte auf eine gestörte Reaktion des körpereigenen Immunsystems sein, welches normalerweise den Organismus gegenüber Eindringlingen wie Bakterien oder Viren schützt. Einzelne Aspekte der MS lassen eine „Autoimmunkrankheit“ vermuten, wobei der Körper seine eigenen Zellen und Gewebe angreift, im Falle der MS das Myelin. Es ist nicht bekannt was bei der MS das Immunsystem veranlasst, körpereigenes Myelin anzugreifen, aber es wird angenommen, dass es eine Kombination verschiedener Faktoren ist.
Nach einer Theorie könnten Viren, die möglicherweise schon lange im Körper ruhen, eine wichtige Rolle in der Krankheitsentstehung spielen und das Immunsystem verändern oder indirekt einen Autoimmunprozess auslösen. Grosse Forschungsanstrengungen sind darauf gerichtet worden, ein „MS-Virus“ zu finden: bisher ohne Erfolg. Es ist wahrscheinlich, dass es nicht ein einzelnes MS-Virus gibt, sondern dass ein weitverbreitetes Virus, wie z.B. Masern oder Herpes als Auslöser für die MS in Frage kommt. Ein solcher Auslöser aktiviert weisse Blutkörperchen (Lymphozyten) im Blutstrom, welche durch eine Schädigung der Bluthirnschranke ins zentrale Nervensystem eindringen. Wenn sie einmal dort angelangt sind, können sie andere Elemente des Immunsystems derart aktivieren, dass diese das Myelin angreifen und zerstören.
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