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MS: Die krankheit
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Aus dem Inhalt
MS: Die krankheit:

 



  Die MS Diagnose

MS kann im Frühstadium als Vorgeschichte unklarer Symptome in Erscheinung treten, die inzwischen spontan nachgelassen haben mögen, und viele dieser Anzeichen könnten einer Reihe anderer Leiden zugeschrieben werden. Es mag daher einige Zeit vergehen und eine Vielzahl von Untersuchungen durchgeführt werden, bis von MS die Rede ist. Andererseits kann eine MS-Diagnose sehr frühzeitig in Betracht gezogen werden, wenn klassische Symptome (z.B.Optikusneuritis) und eine deutliche Zeitfolge von Krankheitsschüben festzustellen sind. Der Neurologe benötigt Belege dafür, daß aus der Art der neurologischen Störungen auf die Beteiligung von mindestens zwei verschiedenen Gebieten des Zentralnervensystems geschlossen werden kann, und daß Störungen in zwei zeitlich getrennten Episoden aufgetreten sind.

Die MS-Diagose ist nicht immer eindeutig. Anfangssymptome können undeutlich oder vorübergehend und für Patient und Arzt gleichermaßen verwirrend sein. Nicht sichtbare oder subjektive Symptome können Ärzten und anderen medizinischen Kräften oft nur schwer mitgeteilt werden.# Manchmal werden Betroffene anfangs als "neurotisch" oder als Hypochonder abgetan.

Bei Beschwerden, die Sie veranlaßten, Ihren Arzt aufzusuchen, hat dieser Ihnen seinen MS-Verdacht vielleicht nicht mitgeteilt. Dieses Zögern kann sehr vernünftig sein, denn der Neurologe möchte wahrscheinlich erst mindestens zwei getrennte Schübe gesehen haben, die mindestens einen Monat auseinanderliegen und deren Symptome mindestens 24 Stunden anhalten.

Ein gutes Verhältnis zu Ihrem Neurologen und Hausarzt ist wesentlich. Bei Krisen und akuten Schüben sind zwar die medizinischen Spezialisten vonnöten, aber ansonsten ist MS eine Krankheit, die jeden Tag gelebt und geregelt werden muß. Die Zeit der Diagnose ist nicht nur für die Person mit MS, sondern auch für Familienangehörige und Pfleger belastend. Auch sie müssen über Diagnose, Prognose, Behandlung, praktische Aspekte der Lebensgestaltung im Zusammenhang mit MS informiert werden. Der Hausarzt und die örtliche MS-Gesellschaft sind für MS-Betroffene wichtige langfristige Ressourcen für Pflege und Information.

Die Diagnose MS ist ein Schock, und häufig beherrschen stereotype Bilder von Rollstühlen und Invalidität die Gedanken. Es ist daher für MS-Kranke und ihre Bezugspersonen sehr wichtig, zu erkennen, daß man auch mit MS unter Berücksichtigung krankheitsbedingter Einschränkungen ein sinnerfülltes Leben führen kann. Insbesondere ist es oftmals nicht erforderlich, den Beruf, die Ausbildung oder die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aufzugeben. Viele Menschen können mit MS ein produktives, erfülltes und relativ normales Leben führen.


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