| Der Verlauf der MS ist nicht genau vorhersehbar. Bei einzelnen Betroffene zeigen sich nur ganz geringe Auswirkungen der Krankheit, während bei anderen auch ein rasches Fortschreiten bis zur deutlichen Behinderung vorkommen kann. Bei den meisten Betroffenen liegt der Verlauf zwischen diesen beiden Extremen. Auch wenn bei der einzelnen Person unterschiedliche Kombinationen von MS-Symptomen vorkommen können, gibt es einige typische Muster des Krankheitsverlaufs: |  Zoom |
Schubförmig-remittierende MS
Bei dieser Form der MS kommt es zu unvorhersehbaren Schüben, während welcher neue Symptome auftreten oder bestehende Symptome sich verschlechtern. Solche Schübe können für unterschiedlich lange Zeit andauern (Tage bis Monate) und werden meist von einer teilweisen oder vollständigen Remission (Rückbildung) gefolgt. Die Krankheit kann dann für Monate oder Jahre inaktiv bleiben
Gutartige (benigne) MS
Bei dieser Form der MS kommt es nach einem bis zwei Schüben mit vollständiger Rückbildung nicht zu einem Fortschreiten und nicht zu bleibender Behinderung. Eine benigne Form der MS kann nur dann diagnostiziert werden, wenn auch 10 – 15 Jahre nach Krankheitsbeginn nur eine minimale Behinderung zurückbleibt. Bei solchen Verläufen sind in der Regel zu Beginn die Symptome weniger stark ausgeprägt.
Sekundär-progrediente MS
Bei zahlreichen Patienten, bei denen zu Beginn ein schubförmig-remittierender Verlauf vorlag, entwickelt sich später eine zunehmende Behinderung, gelegentlich mit aufgepfropften Schüben.
Primär-progrediente MS
Bei dieser Form der MS fehlen typischerweise einzelne Schübe, es kann zu langsam fortschreitenden Verschlechterung der Symptome kommen mit zunehmender Behinderung. Dieser Verlauf kann sich auch stabilisieren oder über Monate und Jahre schleichend zunehmen.
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