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MS: Die krankheit
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Aus dem Inhalt
MS: Die krankheit:

 



  Wer bekommt MS?

people with MSFrauen sind häufiger von MS betroffen als Männer, etwa im Verhältnis 3 Frauen auf 2 Männer. Es ist eine Krankheit junger Erwachsenen mit einem durchschnittlichen Beginn im Alter von 29 – 33 Jahren. Der Krankheitsbeginn kann aber in seltenen Fällen auch in jüngerem oder höherem Alter vorkommen.

Dank neuerer spezialisierter diagnostischer Untersuchungsmethoden wie z.B. der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRI oder MRT oder Kernspintomographie) wurden auch kindliche Fälle als eindeutige MS entdeckt, so dass die früher angegebene untere Alterslimite von 15 Jahren nicht mehr gilt.

MS ist nicht ansteckend: sie wird von den Betroffenen nicht auf Bekannte oder Familienangehörige übertragen.

MS ist auch keine Erbkrankheit, d.h. sie wird auch nicht genetisch übertragen, obwohl eine gewisse genetische Disposition für die Krankheit vorhanden sein kann. Dies erklärt die Tatsache, dass MS in Familien gehäuft vorkommen kann. Das leicht erhöhte Krankheitsrisiko bei Kindern und Geschwistern von MS-Betroffenen kann ebenso gut mit einer ähnlichen Disposition wie durch eine ähnliche Umgebung erklärt werden. Es ist wichtig, festzustellen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an MS zu erkranken und die geographischen Regionen mit dem höchsten Vorkommen zu bestimmen. Auf einer Weltkarte der MS-Häufigkeit zeigt sie sich als eine Krankheit vor allem der gemässigten Zonen, während sie im tropischen Klima sehr selten vorkommt, das heisst ist häufiger je weiter weg vom Äquator man lebt. In Nordeuropa, insbesondere Skandinavien und Schottland ist eine hohe Inzidenz von MS festzustellen, was Ausdruck einer spezifischen Disposition der ortansässigen Bevölkerung vermuten lässt. Die Wanderverschiebung (Migration) zu bestimmten Lebenszeitaltern beeinflusst die Disposition, eine MS zu entwickeln: erfolgt die Bevölkerungsverschiebung (Wanderung) aus einem Gebiet mit niedrigem Erkrankungsrisiko in ein solches mit höherem zur Zeit der Kindheit (oder in umgekehrter Richtung), also vor der Pubertät, so wird das Risiko des Ziellandes erworben, während eine Verschiebung im Alter nach der Pubertät dazu führt, dass das Risiko des Ursprunglandes „mitgenommen“ wird.


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