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Geraldo Garcia Perales
Wohnhaft: Madrid, Spanien Alter: 42 Jahre Diagnose: 1986 Beruf: Präsident der MS- Gesellschaft Madrid, Steuerberater der Spanischen MS- Gesellschaft
Im Alter von 22 Jahren wurde bei mir MS diagnostiziert. Ich studierte gerade Buchhaltung und arbeitete bereits seit 6 Jahren für ein privates Unternehmen. Nach meiner Diagnose, trat ich der Spanischen MS- Gesellschaft bei.
Schon im Anfangsstadium der Erkrankung bekam ich schwere Schübe, die meine Beine betrafen, aber ich versuchte solange wie möglich, mit Hilfe verschiedenster Behandlungen, meine Gehfähigkeit zu erhalten. Dann wurde die MS progressiv und ich brauchte Krücken und später einen Rollstuhl.
1995- ich war schon Pensionist- beschloss ich mich für Menschen mit MS einzusetzen, ehrenamtlich, und wurde ein aktives Mitglied in der nationalen MS- Gesellschaft. Aufgrund meines buchhalterischen Hintergrunds wurde ich für viele Jahre ihr Kassier.
In meiner Arbeit für Menschen mit MS konzentriere ich mich auf das Gebiet Madrids und dessen Umgebung. 1996 bot man mir den Posten des Kassiers an und 2000 wurde ich zum Präsidenten des Madrider MS- Vereins gewählt und ich entwickle diese Position immer noch. Den Weg, den ich gewählt habe, um meiner MS ins Gesicht sehen zu können, ist anderen mit ihrer Erkrankung zu helfen und meine eigenen Probleme, die ich mit meiner MS habe, beiseite zu schieben.
Ich bin froh bei der Realisierung einiger Projekte für Menschen mit MS mitgearbeitet zu haben. Ein Meilenstein war die Einrichtung eines MS Tageszentrum für Menschen mit einer fortgeschrittenen MS. Das Zentrum bietet Platz für 25 Personen und wird von lokalen Sozialdiensten finanziert. Das vielseitig ausgebildete Team kümmert sich um die Bedürfnisse der erkrankten Personen. Auch konnten wir ein Rehabilitationszentrum errichten, wo den Mitgliedern mit MS die Möglichkeit einer Beschäftigungstherapie, Physiotherapie und Sprachtherapie angeboten wird, aber auch eine PsychologIn und eine Neuro- PsychologIn zur Verfügung stehen.
Ein weiteres erfolgreiches Projekt war die Etablierung einer Heimhilfe für schwer betroffenen Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. 54 Menschen werden wöchentlich betreut. Einige PhysiotherapeutInnen und BeschäftigungstherapeutInnen weiteten diesen Dienst auf die nähere Umgebung Madrids aus und fahren mit einem Auto der Madrider MS- Gesellschaft zu den PatientInnen. Voriges Jahr (2005) gewann die Madrider MS- Gesellschaft einen nationalen Preis für dieses Angebot.
Auch war ich in die Gründung von FADEMM involviert, einer Vereinigung verschiedener MS- Gesellschaften von Madrid und Umgebung, die den Bedarf unterschiedlicher Städte abdeckt.
Außerdem durfte ich die MS- Gesellschaft unterstützen, ihren Bekanntheitsgrad unter Menschen mit Behinderungen zu erhöhen, zum Beispiel als ich 1996 zum Vorstandsmitglied von FAMMA gewählt wurde (einer Vereinigung 40 verschiedener Behindertenorganisationen in Madrid). Ich bin sehr stolz mit einer Gruppe von Menschen arbeiten zu dürfen, die in der Lage sind, ihre Ziele zu erreichen wie zum Beispiel einen Platz für Rehabilitation, physische wie psychische, schaffen können. Das hilft nicht nur Menschen mit MS, sondern auch deren Angehörige. Ich möchte gerne allen die meine Worte lesen, sagen, dass vor allem Menschen mit MS, viel gewönnen, würden sie Gesellschaften, die die MS in den Mittelpunkt stellen, kontaktieren und unterstützen würden.
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