Multiple Sclerosis International Federation

 
 
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  5.0 Unterstützung von Familienangehörigen

Familienangehörige und Pflegende sollen Informationen und Unterstützung erhalten, um die Auswirkungen von MS abzumildern.

Die meisten mit MS verknüpften Leistungen für die an MS erkrankten Menschen werden durch Familienangehörige und andere Beziehungspersonen erbracht. Diese sind durch die Tatsache, dass ein Verwandter oder Freund MS hat, ebenfalls in besonderer Weise betroffen. Die Angehörigen und Freunde profitieren von Leistungsangeboten, die ihnen helfen, den Stress und die weiteren mit der Krankheit verbundenen Anforderungen zu bewältigen.

Kinder leiden häufig darunter, wenn ein Elternteil an MS erkrankt ist, und verstehen ggf. die Gründe für die gesundheitlichen Probleme dieses Elternteils nicht vollständig. Manche denken, dass sie diese Probleme in irgendeiner Weise verursacht haben, oder sie fühlen sich als Familienmitglied zurückgesetzt. Die Anstrengung, die erforderlich ist, um trotz der von MS ausgehenden Symptome und Behinderungen seine Elternrolle wirksam auszufüllen, kann für Menschen mit MS eine wichtige Quelle von Stress darstellen. Andererseits kann ein effektives Ausfüllen der Elternrolle die Lebensqualität auch verbessern. Die Grundsätze erkennen die besonderen Bedürfnisse der Pflege leistenden Personen an und berücksichtigen sie. Sie sollen helfen, auch ihre Lebensqualität zu erhalten, wenn ein Mensch in ihrem Umfeld an MS erkrankt ist.

5.1. Für Familienangehörige und andere Pflegende müssen Leistungsangebote und Schulungen zur Verfügung stehen. Diese Menschen müssen außerdem Informationen über örtliche Leistungsangebote zu ihrer Unterstützung erhalten. Ref 1,3,7,8,10,15,17,20,35,42,47,53,58,64,109,114,117,130,169-185

5.2. Familienmitglieder und andere Pflegende müssen Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen können, die ihnen ihre Bürde etwas erleichtert. Diese sollte entweder am Heimatort oder in Pflegeeinrichtungen erhältlich sein. Ref 1,3,15,35,47,103,126,130,180,183-185

5.3. Familienangehörige und andere Pflegende müssen kontinuierlich in Bezug auf die mit ihrer Pflegerolle verbundenen physischen und emotionalen Belastungen sowie weitere persönliche Bedürfnisse hin untersucht werden. Ref 1,3,15,35,42,47,103,117,127,130,136,169-182,184,185

5.4. Menschen mit MS und ihre Familien müssen Zugriff auf Familien- und Partnerschaftsberatung haben. Ref ,3,6,15,17,23,25,35,37,42,47,53,55,57,58,106,109,113,130,152,169-182,184,185

5.5. Für Menschen mit MS müssen Leistungsangebote zur Verfügung stehen, die ihnen bei der Wahrnehmung ihrer elterlichen Verantwortung helfen. Kinder müssen davor bewahrt werden, eine unangemessene Rolle als Pflegende(r) gegenüber Eltern mit MS zu übernehmen. 1, 3, 6, 25, 31, 35, 37, 47, 126, 130, 152, 174 Ref 1,3,6,25,31,35,37,47,126,130,152,174

5.6. Es müssen Leistungsangebote zur Verfügung stehen, um den physischen, finanziellen und psychischen Missbrauch von Menschen mit MS durch Familienangehörige und andere Pflegende zu verhindern. Ref 1,3,117,130,184


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