Multiple Sclerosis International Federation

 
 
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  Vorwort

Direktor der Abteilung für psychische Gesundheit und Drogenmissbrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO)Bereits im Jahre 1947 beschrieb die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit als einen „Zustand vollständigen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens, und nicht lediglich als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Die meisten Gesundheitsdienste konzentrierten sich in der Vergangenheit jedoch auf die Behandlung von Krankheiten und ihren Symptomen, statt dem Menschen als Ganzem ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Glücklicherweise ist heute im Gesundheitswesen ein Wandel erkennbar, der weg führt von einem krankheitsorientierten Ansatz und hin zu einem, in dessen Mittelpunkt die Erfahrungen und Bedürfnisse des Patienten stehen. Dabei wird bei der Beurteilung des Wohlbefindens eines Menschen Aspekten wie dem Zugang zu medizinischer Betreuung, Unabhängigkeit und der Übertragung von Verantwortung, Erwerbstätigkeit, Aus- und Weiterbildung sowie vielen weiteren Elementen ein ebenso hohes Gewicht beigemessen.

Mit Hilfe von 15 zusammenarbeitenden Zentren weltweit hat die WHO das WHOQOL-100-System entwickelt. Hierin definiert die WHO Lebensqualität als die Art und Weise, in der Menschen ihre persönliche Lebenslage im Zusammenhang mit der Kultur und den Wertesystemen, in denen sie leben, sowie im Hinblick auf ihre Ziele, Erwartungen, Normen und Ängste wahrnehmen. Dies ist ein weit gespanntes Konzept, das mitbestimmt wird durch die physische Gesundheit, den psychischen Zustand, den Grad der Unabhängigkeit, der sozialen Beziehungen und die hervorstechenden Merkmale des jeweiligen Umfeldes.

Das WHOQOL-100-System wurde als Hilfsmittel zur allgemeinen Verwendung in der medizinischen Praxis, der Forschung, bei Audits und bei der Aufstellung politischer Ziele konzipiert. Wir sind daher ganz besonders erfreut, festzustellen, dass die Multiple Sclerosis International Federation (MSIF) die WHOQOL-Aspekte in ihre Grundsätze zur Verbesserung der Lebensqualität der an MS erkrankten Menschen eingebunden hat.

Die MSIF ist eine jener Nichtregierungsorganisationen, die „offizielle Beziehungen mit der Weltgesundheitsorganisation unterhält“, und die Art und Weise, in der die MSIF die Arbeit der WHO vorantreibt, hat meine vorbehaltslose Unterstützung. Diese Grundsätze stellen für nationale MS-Gesellschaften einen umfassenden, zugleich aber greifbaren Fokus bei der Entwicklung und Umsetzung von Plänen zur Verbesserung der Lebensqualität der an dieser lebenslangen Erkrankung erkrankten Menschen dar.

Benedetto Saraceno, MD
Direktor der Abteilung für psychische Gesundheit und Drogenmissbrauch der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

„Diese Grundsätze stellen für nationale MS-Gesellschaften einen umfassenden, zugleich aber greifbaren Fokus bei der Entwicklung und Umsetzung von Plänen zur Verbesserung der Lebensqualität der an dieser lebenslangen Erkrankung erkrankten Menschen dar.“


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