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| Beschreibung: | Zusatz verschiedener Mineralsalze zur Nahrung. | | Begründung: | Es handelt sich um empirische Versuche, Stoffe in der Therapie einzusetzen, die bei anderen Krankheiten das Allgemeinbefinden verbessern. | | Evaluation : | Um 1880 berichteten Kollegen des französischen Neurologen Charcot über die Anwendung von Zinkphosphat in der Behandlung der MS. In den früheren Therapien der MS, d.h. vor ca. 1935, waren auch andere Mineralien enthalten wie Kaliumbromid oder -jodid, Antimon, Gold, Silber, Quecksilber, Arsen, Thorium und metallische Salze. In neuerer Zeit werden wichtige Mineralien zusammen mit Vitaminzusätzen der Nahrung beigefügt. In der neueren wissenschaftlichen Literatur gibt es keine Berichte über die Verwendung von Mineralien als spezifische MS-Therapie. Kürzlich wurde berichtet, dass bei der MS ein Manganmangel bestehe. Dies führte zur Empfehlung, dass Buchweizen-Bisquits, eine ausgezeichnete Manganquelle, regelmässig in der Diät von MS-Patienten enthalten sein sollten. Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Auch Zink wurde schon als mögliche Therapie der MS empfohlen, aber wiederum gibt es keine kontrollierten Studien. Eine neue Empfehlung betrifft die Langzeitanwendung von Kalium in der Form von Kaliumglukonat. | | Risiko/Kosten: | Verschiedene Mineralien sind toxisch, wenn sie in grösseren Mengen zugeführt werden. | | Schlussfolgerung: | Es gibt keine eindeutigen Hinweise dafür, dass Therapien dieser Art in der MS-Behandlung von Nutzen sein könnten. | | Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Die Risiken sind nicht bekannt.
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