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| Beschreibung: | Eine Diät, die keine unreifen Früchte, Fruchtsäfte oder pektinhaltige Früchte oder Gemüse enthält, ergänzt mit Menadion (Vitamin K3). | | Begründung: | Diese Therapie gründet sich auf der Hypothese, dass Methanol (Holzalkohol), der im Stoffwechsel von Pektinen (komplexen Zuckern) entsteht, zu Formaldehyd verwandelt wird, welches sich an Myelinbestandteile bildet und zur Autoimmunisierung und als Folge davon zur Gewebezerstörung führt. Dieser Vorgang soll verstärkt werden durch die Einnahme von Zuckern, welche Fruktose enthalten, da diese den Formaldehydabbau blockiert; bzw. durch die Einnahme von Pektinen, welche Methanol enthalten. Durch Menadion soll die Bildung von Gewebebestandteilen (Sphingomyelin) angeregt werden, welche dem Methanol entgegenwirkt.
| | Evaluation : | In einer recht grossen unkontrollierten Studie an Patienten, die länger als ein Jahr untersucht wurden, kamen weiter Schübe vor; bei einer Reihe von Patienten trat unter der Diät eine Verschlechterung ein. Etwa ein Drittel der Patienten gab von sich aus die Therapie auf. Ohne vergleichbare Kontrollgruppe ist es unmöglich zu beurteilen, ob die Progredienz oder die Schubfrequenz beeinflusst wurden. Die Ergebnisse sind allerdings ähnlich denjenigen, wie sie bei unbewiesenen Therapien vorkommen. | | Risiko/Kosten: | Es ist schwierig und zeitraubend, den Patienten diese Diät zu erklären. | | Schlussfolgerung: | Die Methanolhypothese und die Diätempfehlungen, die sich auf sie gründen, sind unbewiesen. | | Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Das Risiko ernsthafter Nebenwirkungen ist auch bei Langzeitbehandlung gering. |
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