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Symptome und Behandlungen
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MS the Guide:

 


  Proteolytische Enzyme

Beschreibung:Eine Mischung von Verdauungsenzymen (Pankreatin, Chymotrypsin und verschiedene andere), die wiederholt intravenös verabreicht werden.
Begründung:Eine Mischung proteolytischer Enzyme soll bei Entzündungskrankheiten, welche durch Immunkomplexe hervorgerufen werden, therapeutisch wirksam sein. Dazu gehören die Glomerulonephritis, die rheumatoide Arthritis und Gerinnungsstörungen. Die Bildung von Immunkomplexen könnte bei der Ausbildung von Läsionen bei der akuten MS von Bedeutung sein.
Evaluation :Eine standardisierte, im Handel erhältliche Mischung von Enzymen wurde bei 80 Patienten in einer Pilotstudie in Österreich über 5 Jahre verwendet. Mit früher hoher Dosierung sollen akute Schübe bei einzelnen Fällen verbessert worden sein. In Langzeittherapie sollen weitere Schübe und die Progredienz bei 50% der Patienten verhindert worden sein. Die Behandlung ist allerdings wirkungslos bei Patienten, die bereits für einige Zeit mit Azathioprin, ACTH oder Corticosteroiden behandelt worden sind. Kontrollierte Studien sind geplant.
Risiko:Diese Therapie soll im wesentlichen nicht toxisch sein. Die intravenöse Injektion von Fremdproteinen birgt aber immer ein erhebliches Risiko.
Kosten:Die Kosten wiederholter intravenöser Therapien sind in der Regel hoch.
Schlussfolgerung:Für eine umfassende Beurteilung dieser Therapie fehlen bisher die Daten.
Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Die Risiken sind unbekannt.


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