| Beschreibung: | Billige chemische Substanzen, die im Handel erhältlich sind und peroral eingenommen werden. |
| Begründung: | Epidemiologische Studien lassen eine Beziehung der MS-Prävalenz zu einer verminderten Einnahme von Kalzium, Magnesium und Vitamin D als möglich erscheinen. Diese Beobachtung wird unterstützt durch den Befund von abnormen Kalzium- und Magnesiumspiegel im Serum einiger MS-Patienten. Da beide Mineralien für den Myelinisierungsprozess von Bedeutung sind, lässt sich vorstellen, dass ein Mangel zur Instabilität des Myelins führt. |
| Evaluation : | In einer kleinen Pilotstudie erhielten MS-Patienten Kalzium, Magnesium und Vitamin D über 1-2 Jahre. Es kam zu weniger Schüben während der Behandlungsperiode, als aufgrund der Krankengeschichte erwartet wurde. Diese Beobachtung ist allerdings schwierig zu interpretieren, da die Schubhäufigkeit beim einzelnen Patienten mit der Zeit ohnehin abnimmt. Eine grössere kontrollierte Studie ist geplant. |
| Risiko/Kosten: | Gering. |
| Schlussfolgerung: | Die Wirksamkeit dieser Therapie ist bisher nicht gesichert. |
| Nach Auffassung des Komitees besteht keine allgemein akzeptierte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Die Risiken sind unbekannt. |