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Johanniskraut
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| Beschreibung: | Eine Pflanze, deren aktiver Bestandteil Hyperikum ist. Es wurde seit hunderten von Jahren verwendet und in jüngerer Zeit für verschiedene Zustände empfohlen. | | Begründung: | Es wird angenommen, dass verschiedene Überträgerstoffe im Gehirn, die für die Stimmung und Gemütszustände eine Rolle spielen, beeinflusst werden. | | Evaluation : | Bis heute zeigen 23 Studien, von denen 15 gut geplant und kontrolliert sind, einige Wirkung bei der Depression im Vergleich zu Plazebo. Es wirkt besonders bei leichter Depression, wogegen bei schweren Formen weiterhin Standartantidepressiva empfohlen werden. Manche Patienten, welche Johanniskraut einnehmen, tun diese wegen der geringeren Nebenwirkungen. Diese fehlen aber nicht gänzlich, so kann es zu Photosensivität (Überempfindlichkeit der Haut auf Licht). Ein anderes Problem ist die unterschiedlicher Zusammensetzung solcher Kräutermischungen: In einer Studie von 10 verschiedenen Mischungen zeigten sich Dosen von 300 bis 900 mg, auf einigen war kein Verfalldatum zu sehen und bei drei von ihnen bestanden Mischungen mit anderen Produkten, die nicht näher bezeichnet waren. Eine grössere Studie in der Johanniskraut mit einem selektiven Serotininwiederaufnahmehemmer und mit Plazebo verglichen wird, ist zur Zeit im gang. | | Risiko: | Die Risiken sind nicht genau bestimmt bei den empfohlenen Dosen. | | Kosten: | Es ist nicht teuer. | | Schlussfolgerung: | Johanniskraut kann nützlich sein zur Behandlung leichter Depressionen. Bei schwereren und längerandauernden Formen sollten Standartantidepressiva verwendet werden. | | Nach Auffassung des Komitees ist Johanneskraut nicht eine Behandlungsform für die MS, kann aber nützlich sein bei Patienten mit leichten Depressionen oder Stimmungsschwankungen. |
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