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Symptome und Behandlungen
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MS the Guide:

 


  Gehirnimplantation

Beschreibung:Chirurgische Implantation von Schweinegehirn in die Bauchhaut.
Begründung:Unklar.
Evaluation :Die Implantation von Fremdgewebe (wie auch in der Zelltherapie) wird in der Medizin immer wieder propagiert. Die neueste Variante ist die Implantation von Schweinegehirn bei MS-Patienten. Nach Zeitungsberichten sollen bei 13 von 15 Patienten die Symptome innert 24 Stunden gebessert worden sein. In einer kritischen Stellungnahme machte die deutsche MS-Gesellschaft auf die fehlende wissenschaftliche Begründung für diese Therapie und ihre zahlreichen Gefahren aufmerksam. Die behaupteten Ergebnisse werden als Placeboeffekt interpretiert.
Risiko/Kosten:Das Verfahren ist sehr teuer und birgt die üblichen Risiken der Chirurgie, insbesondere Infektion und Abszessbildung am Ort der Implantation, wo das Schweinegewebe als Fremdkörper abgestossen wird. Solche Gehirnimplantate bergen auch das Risiko, eine autoimmune Hirnkrankheit, ähnlich dem Tiermodell der EAE, zu induzieren oder Viren vom Schwein auf den Patienten zu übertragen. Bis Februar 1982 kamen bei zwei von 38 MS-Patienten, die in Deutschland mit diesem Verfahren behandelt wurden, schwere Komplikationen vor und einer verstarb.
Schlussfolgerung:Nach den vorliegenden Berichten muss dieses Behandlungsverfahren als wirkungslos und gefährlich eingestuft werden.
Nach Auffassung des Komitees sollte diese Therapie wegen der bekannten gefährlichen Nebenwirkungen nicht angewandt werden.


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