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Magnetotherapie
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| Beschreibung: | Wiederholte Anwendung von niederfrequenten pulsierenden Magnetfeldern. Die Feldstärke, die Dauer und Frequenz wird variiert. Es werden 15-tägliche Behandlung mit 2-10 Hz und weniger als 50 mal 10-4 T empfohlen. | | Begründung: | Unter anderen Theorien soll ein pulsierendes Magnetfeld Zellfunktionen, die Zirkulation und den Sauerstoffgehalt verbessern, um das Oedem, die Entzündungsreaktion und die Narbenbildung zu vermindern. Wahrscheinlich wichtiger ist, dass die Wirkung vergleichbar ist mit derjenigen von wiederholten hochfrequenten elektrischen Stimulationen der Nervenfasern. Die Magnetfeldtherapie wurde in den letzten zwei Jahrhunderten immer wieder verwendet und (wohl ebenso oft) verworfen. | | Evaluation : | Die Behandlung soll bei der MS, wie auch bei einer Vielzahl anderer Krankheiten, von Nutzen sein. Eine kontrollierte Studie mit Magnethotherapie wurde in einem Zentrum in Ungarn durchgeführt. Bei neun von zehn Patienten mit chronisch stabiler Krankheit kam es zu einer leichten bis mässigen Besserung der Spastizität und der begleitenden Schmerzen. Bei der Hälfte soll es zu einer Besserung von Kleinhirn- und Blasenfunktionen gekommen sein, wogegen eine Besserung nur bei zwei von zehn Patienten, bei denen eine Placebobehandlung durchgeführt wurde, auftrat. Die Besserung hielt vier bis sechzehn Wochen an, dann wurde allmählich wieder der Zustand vor der Behandlung erreicht. Durch Wiederholung der Behandlung konnte wiederum eine Besserung erreicht werden. Die Behandlung erschien auch wirksam, wenn sie bei acht von zehn Patienten angewandt wurde, die zuvor in der Placebogruppe waren. Die Ergebnisse einer unkontrollierten offenen Studie an 104 Patienten stimmen mit denjenigen aus der kontrollierten Studie überein. | | Risiko/Kosten: | Unbekannt. | | Schlussfolgerung: | Die Wirkung dieser Therapie ist noch nicht bewiesen. Weitere kontrollierte Studien werden mit Interesse erwartet. | | Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nicht in ausreichenden kontrollierten Studien untersucht. Die Risiken sind unbekannt. |
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