| Beschreibung: | Sympathische Nerven und Ganglien, durch welche die Blutgefässe des Kopfes versorgt werden, werden chirurgisch entfernt mit dem Ziel, die Blutzufuhr zum ZNS zu verbessern. |
| Begründung: | Das sogenannte autonome Nervensystem kontrolliert Körperfunktionen wie die Beweglichkeit des Darmes, den Herzschlag, den Blutdruck und die Spannung der Blutgefässe. Durch den sympathischen Anteil werden die Blutgefässe enger gestellt, durch den parasympathischen erweitert. Diese Technik gründet sich auf der wissenschaftlich nicht anerkannten Annahme, dass der MS eine verminderte Blutzufuhr zum Gehirn und Rückenmark zugrunde liegt. |
| Evaluation : | In der Vergangenheit wurden zahlreiche Verfahren in der MS-Therapie versucht, durch welche die Blutzufuhr zum Nervensystem beeinflusst werden soll. Alle wurden mit der Zeit als wirkungslos aufgegeben. Auch die Sympathektomie wurde als MS-Therapie weitgehend verlassen. |
| Risiko/Kosten: | Wie bei allen grösseren chirurgischen Eingriffen. |
| Schlussfolgerung: | Die spärlichen Daten, die zur Verfügung stehen, legen nahe, dass diese Therapie der MS wirkungslos sei. |
| Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Sie birgt erhebliche Risiken und ist sehr teuer. |