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Symptome und Behandlungen
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Aus dem Inhalt
MS the Guide:

 


  Chirurgie der Arteria vertebralis

Beschreibung:Eine Operation, durch welche Schlängelungen oder Einengungen der Wirbelarterien beseitigt werden sollen.
Begründung:Die beiden Wirbelarterien stammen aus Gefässen im Halsbereich und ziehen mit dem verlängerten Rückenmark ins Schädelinnere. Auf der Vorderseite des Hirnstamms vereinigen sie sich zur A. basilaris. Das Arteriensystem von Vertebralis und Basilaris liefert die gesamte Blutversorgung von Hirnstamm, Kleinhirn und Teilen des Grosshirns.
Es wird behauptet, dass "congenitale oder später erworbene teilweise Einengung der proximalen Arteria vertebralis zunächst den Blutfluss behindert und später in eine funktionelle Stenose übergeht. Eine langsam progrediente Degeneration der Myelinscheiden der Nervenfasern im Hirnstamm kann die Folge einer chronischen Hypoxie sein" (= Sauerstoffmangel infolge verminderten Blutflusses).
Evaluation :Bei neun MS-Patienten, deren neurologische Ausfälle auf eine Beteiligung im Stromgebiet der A. vertebralis und basilaris zurückgeführt werden konnten, wurden operiert. Zur Zeit der Veröffentlichung soll bei allen neun Patienten eine "teilweise Wiederherstellung der neurologischen Ausfälle" erfolgt sein. In diesem Bericht finden sich keine weiteren Informationen über die Diagnose und den Krankheitszustand der Patienten, noch wurden die Veränderungen vor und nach Operation quantifiziert. Es wurde auch nicht mitgeteilt, wie lange Zeit nach Operation beobachtet wurde. Aus verschiedenen Gründen muss der Sinn solcher Operationen als MS-Therapie angezweifelt werden. Die Läsionen der MS beschränken sich nicht auf das Versorgungsgebiet von Vertebralis und Basilaris. Zahlreiche Versuche, den Blutzufluss zum Nervensystem auf anderen Wegen zu verbessern, vermochten den Krankheitsverlauf der MS nicht zu beeinflussen. Zahlreiche solche Verfahren wurden in der Zwischenzeit wieder als wirkungslos aufgegeben.
Risiko/Kosten:Die Risiken und Kosten der chirurgischen Eingriffe und der notwendigen Hospitalisation sind hoch.
Schlussfolgerung:Die publizierten Untersuchungen geben keinen Grund zur Annahme, dass es sich um eine wirkungsvolle MS-Therapie handle.
Nach Auffassung des Komitees gibt es keine allgemein anerkannte wissenschaftliche Grundlage für diese Therapie. Sie wurde nie in einer sauberen kontrollierten Studie untersucht. Sie birgt erhebliche Risiken und ist sehr teuer.


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