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In drei Studien wurde diese Frage in den letzten Jahren mit unterschiedlichem Erfolg und lediglich in Einzelgruppen untersucht. Die erste war eine retrospektive Studie, bei der die Krankengeschichten klinischer Patienten retrospektiv aufgearbeitet wurden. 37 Patienten wurden 6 bis 36 Monate später telefonisch kontaktiert. Dabei zeigte sich, dass die Fortschritte auf der EDSS und im FIM, wie sie bei der Entlassung aus der Klinik festgehalten worden waren, sich bei den Nachuntersuchungen erhalten hatten. Die zweite Studie war eine prospektive an 47 Patienten, welche 3 Monate nach Entlassung aus der Klinik nachuntersucht wurden, einschliesslich eines Masses des Handicaps (Environmental Status Scale) sowie EDSS und FIM. Es zeigten sich keine Veränderungen auf dem EDSS während oder nach der Rehabilitation. Die Fortschritte auf der FIM liessen sich erhalten, die Fortschritte auf der Handicap-Skala nahmen sogar über die 3 Monate der Nachuntersuchungsperiode noch zu.
Die neueste Studie ist eine prospektive Langzeitbeurteilung an 50 derjenigen Patienten mit progredienter MS, die in bereits in der bereits erwähnten randomisierten kontrollierten Studie, die oben erwähnt wurde, beteiligt waren. In dieser Studie wurden weitere Masse für das Ergebnis verwendet, zusätzlich zum EDSS und FIM ein Mass für das Handicap (LHS), die Lebensqualität (SF-36) sowie das emotionale Wohlbefinden (General Health Questionnaire GHQ). Die Nachuntersuchung erfolgte über 12 Monate in 3-Monatsintervallen nach der Entlassung aus der Klinik. Daten ein Jahr nach der Entlassung standen von 48 der 50 Patienten (92%) zur Verfügung. Wie zu erwarten, zeigten sich grosse Unterschiede zwischen einzelnen Patienten und auch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Messgrössen. Es wurden Summenscores gebildet, um die Zeit zu berechnen, die es brauchte, bis die Grundlinie wieder erreicht war. Der EDSS verschlechterte sich von einem Median von 6.8 bei Entlassung auf 8.0 nach 12 Monaten. Trotzdem liessen sich die Fortschritte bezüglich Behinderung für mindestens 6 Monate erhalten, daraufhin nahmen sie wieder ab. Wie in der früheren Studie zeigte sich eine Besserung beim Handicap nach der Entlassung aus der Klinik, allerdings nahm dieser Effekt nach 6 Monaten wieder ab. Die Lebensqualität und das emotionale Wohlbefinden verbesserten sich während der Rehabilitationsphase deutlich, diese Verbesserung liess sich für 10 beziehungsweise 7 Monate erhalten, bevor sie sich wieder zurückzubilden begannen. Ein weiteres Ergebnis dieser Studie war, dass diejenigen, die am meisten von der Rehabilitation profitierten, diese Fortschritte über längere Zeit halten konnten.
Schlussfolgerung: Trotz methodologischer Einschränkungen, zeigen diese Studien, dass die Fortschritte, die während der Rehabilitation erzielt werden können, selbst bei dieser progredienten Krankheit zumindest teilweise, kurz- bis mittelfristig sich erhalten lassen. Die Studien unterstreichen die Notwendigkeit, verschiedene Ergebnismesssysteme zu verwenden und unterstreichen die Bedeutung eines Anschlussprograrmmes nach Entlassung aus der Klinik.
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