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Andere paroxysmale Symptome sind sehr charakteristisch für die MS, kommen aber selten vor. Dazu gehören die paroxysmale Dysarthrie und Ataxie, tonische Hirnstammanfälle und paroxysmale sensorische Symptome. Sie werden zurückgeführt auf eine ephaptische Impulsübertragung. Sie dauern weniger als zwei Minuten an, können aber häufig (bis 20-30 Mal pro Tag) während einer 2-6 Wochen dauernden Periode vorkommen. Sie sprechen ausgezeichnet auf Carbamazepin an, und in einer neueren kleineren Studie erwies sich Gabapentin als nützliche Alternative. Auch Bromocriptin wurde in Einzelfällen verwendet.
Eine Epilepsie kommt bei etwa 5% der MS-Betroffenen vor. Dies kann in Einzelfällen eine Koinzidenz sein, aber es gibt Hinweise dafür, dass solche Anfälle vor allem bei corticalen oder subcorticalen Läsionen vorkommen, beziehungsweise bei sehr grossen Plaques, die sich wie raumfordernde Prozesse auswirken und vor allem bei längerem Krankheitsverlauf vorkommen. Die Behandlung sollte mit Antiepileptika erfolgen. Diese müssen nicht unbedingt langzeitig gegeben werden, besonders wenn die epileptischen Anfälle gehäuft im zeitlichen Zusammenhang mit dem Auftreten einer akuten Entzündung vorkommen, die sich spontan wieder zurückbilden kann.
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