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Interferon Alpha ist, wie IFN Beta ein Typ 1 IFN (siehe Abschnitt über IFN Beta). Beide benutzen den selben Rezeptor, und deshalb ist anzunehmen, dass IFN Alpha ebenfalls eine günstige Wirkung auf den Krankheitsverlauf der MS haben könnte.
In einer ersten grossen Studie mit rekombinantem IFN Alpha wurden 98 Patienten über ein Jahr in einer doppelblinden randomisierten plazebokontrollierten Art und Weise eingeschlossen: Diese Studie zeigte keinen klaren Nutzen. Kürzlich wurde eine Studie an 20 Patienten über sechs Monate mit MR-Untersuchungen in Italien durchgeführt. Neue oder sich vergrössernde Läsionen kamen öfters vor in den MR-Bildern der plazebobehandelten Patienten und die IFN Alpha behandelten zeigten weniger Schübe. Diese Studie verwendete höhere Dosen von IFN Alpha als die früheren Studien: Es wurde jeden zweiten Tag intramuskulär appliziert.
Nach Auffassung des Komitees ist die Verwendung dieser Behandlung plausibel. Ein Nutzen ist möglich, aber grössere Studien sind erforderlich, um die Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen.
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