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Sulfasalazin ist ein gut bekanntes und sicheres Medikament mit antientzündlichen und immunmodulatorischen Eigenschaften. Es wird seit Jahrzehnten zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen verwendet. In neuerer Zeit wurde auch eine günstige Wirkung auf die rheumatoide Arthritis nachgewiesen. Kürzlich wurden die Ergebnisse einer grossen Kooperationsstudie zwischen der Mayo Klinik und kanadischen Zentren publiziert, eine doppelblinde, plazebokontrollierte, Phase III Studie von Sulfasalazin bei aktiver MS.
Insgesamt wurden 199 MS-Patienten mit aktiver Krankheit mit Sulfasalazin bis 2 g/Tag beziehungsweise Plazebo behandelt und wurden mindestens über drei Jahre nachuntersucht (durchschnittliche Nachuntersuchungszeit 3,7 Jahre). Auch wenn sich kurzfristig (2 Jahre) ein gewisser Nutzen nachweisen liess, so vermochte längerfristig das Medikament die Krankheitsprogression dennoch nicht zu bremsen oder die Zunahme der Behinderung zu vermindern, was der primäre Zielpunkt der Studie war (bestätigte Verschlechterung auf der EDSS-Skala um mindestens einen Punkt über zwei aufeinanderfolgende Untersuchungen im Abstand von 3 Monaten).
Nach Auffassung des Komitees zeigt diese Therapie keinen Nutzen bei der MS.
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