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In diesem Zusammenhang wird vor allem TNF Alpha als bedeutsam betrachtet: Es wird in MS-Läsionen gebildet und es scheint ein Zusammenhang zu bestehen zwischen der Produktion von TNF Alpha und der klinischen Krankheitsaktivität. Ausserdem konnte gezeigt werden, dass diese Substanz auch potentiell gefährliche Nebenwirkungen aufweist wie etwa die Stimmulation anderer proinflammatorischen Zytokine und eine Zytotoxizität für Oligodendrozyten, welche im ZNS die Myelin-bildenden Zellen sind. Auf der anderen Seite konnte gezeigt werden, dass TNF Alpha antientzündlich wirkt. Heute stehen biologische Hemmstoffe von TNF Alpha in Form von anti-TNF Alpha monoclonalen Antikörpern und löslichen TNF Rezeptor Analoga zur Verfügung, und sie wurden in Pilotstudien bei der MS untersucht. In einer Pilotstudie wurden zwei Patienten mit sehr rasch progredienter MS mit IV-Infusionen eines monoclonalen anti-TNF Antikörpers behandelt. Eine vorübergehende Zunahme der Anzahl von aktiven Läsionen im MRI und eine vorübergehende Zunahme der Zellzahl und der Immunglobuline im Liquor als Ausdruck einer Immunaktivierung und Zunahme der Krankheitsaktivität war zu beobachten. Eine nordamerikanische Phase II Studie mit 168 Patienten, von denen die meisten an einer schubförmigen MS litten, verwendete einen löslichen TNF-Rezeptor (Lenercept®): hier zeigte sich eine deutliche Zunahme von Schüben bei den Lenercept-behandelten Patienten im Vergleich zu denjenigen, die Plazebo erhielten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Rolle der TNF Alpha Aktivität bei der MS besser zu untersuchen.
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