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Zur Zeit laufen erste Phase I und II Studien, die die therapeutischen Chancen anderer antiinflammatorischer Zytokine wie TGF Beta und IL-10 untersuchen wollen, welche jetzt rekombinant hergestellt werden können. Aufgrund der Befunde, dass die IL-12 Produktion einen Zusammenhang mit der Krankheitsprogression hat und dass die EAE durch Antikörper gegen IL-12 verhindert werden kann, wird eine Studie mit Verwendung dieser Antikörper bei der MS geplant. Zur Zeit ist es noch zu früh, um das Potential solcher Behandlungen bei der MS abzuschätzen. Man muss sich bewusst sein, dass zahlreiche Zytokine unterschiedliche Funktionen unter unterschiedlichen Umständen ausüben können und, was vielleicht noch wichtiger ist: Sie zeigen lokale Wirkungen über ausserordentlich kurze Distanzen, weshalb die systemische Applikation unerwartete Nebenwirkungen hervorrufen kann.
Pentoxifyllin ein Hemmstoff der Phosphodiesterase IV, von dem bekannt ist, dass er eine Umschaltung von der pro- zu den antiinflammatorischen Zytokinen bewirken kann und die TNF Alpha Produktion verringert. Diese Substanz ist wirksam zur Unterdrückung der EAE. Das Potential der Anwendung bei der MS wird in verschiedenen Pilotuntersuchungen geprüft. Die Ergebnisse auf verschiedene Immunparameter im Blut und Liquor sowie auf die klinischen und MR-Parameter bei MS waren bisher allerdings enttäuschend. In einer Studie ergeben sich Hinweise darauf, dass es in Verbindung mit IFN Beta von Nutzen sein kann, um frühe Nebenwirkungen dieser Behandlung zu verringern.
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