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Der grundlegende Ansatz besteht darin, „maßgeschneiderte“ Strategien für die Handhabung symptomatischer Blasenprobleme im Kontext der beabsichtigten sexuellen Aktivität auszuarbeiten. Die proaktive Diskussion mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin und dem MS-Team hält das Risiko der Inkontinenz während des Geschlechtsverkehrs auf einem Minimum. Wenn beispielsweise der Zeitpunkt der Einnahme anticholinerger Wirkstoffe (häufig zur Behandlung einer Störung der Speicherfähigkeit der Blase verordnet) auf 30 Minuten vor der beabsichtigten sexuellen Aktivität gelegt wird, dann kann dies das Auftreten von Blasenkontraktionen während des Geschlechtsverkehrs auf ein Minimum begrenzen. Da diese Arzneimittel die Trockenheit der Vagina verstärken, ist es wichtig, in reichlichem Umfang Gleitmittel auf Wasserbasis anzuwenden. Die Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr und eine aussetzende Selbstkatheterisierung unmittelbar vor dem Liebesspiel wird ebenfalls die Inkontinenz begrenzen. Männer, bei denen kleine Urinmengen austreten, können während des Geschlechtsaktes ein Kondom tragen.
Frauen mit einem Verweilkatheter können den Katheter sicher an der Bauchdecke befestigen, den Sammelbeutel vor dem Geschlechtsverkehr entleeren und den oberen Ring mit einem zusätzlichem Pflasterstreifen versehen, um den Austritt von Urin auf einem Minimum zu halten. Wurde ein Verweilkatheter gelegt, dann können manche Männer den Katheter umklappen, an der Penisunterseite mit Papierklebstreiben befestigen und ein Kondom über den Penis und Katheter streifen. Bei suprapubischen Kathetern oder nach Legen einer künstlichen Öffnung ist Schulung erforderlich und es muss ausprobiert werden, Stellungen zu finden, die keinen nachteiligen Einfluss auf den Katheter oder die chirurgisch hergestellte Öffnung ausüben. Bei Frauen werden Druckausübung auf den Katheter oder Sammelbeutel mit der „Löffel-Stellung“ verhindert, wobei die Frau vorne liegt und der vaginale Geschlechtsverkehr von hinten her erfolgt.
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