Mehr über MS

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung, die oft zu einer Behinderung führt. Sie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen von jungen Erwachsenen der nördlichen Hemisphäre. Etwa drei Mal so viele Frauen wie Männer sind davon betroffen und die ersten Symptome zeigen sich oft schon Anfang 30, also in einer ausgesprochen wichtigen Phase des Erwachsenenlebens. Über 2.000.000 Menschen auf der Welt haben MS.

MS ist das Resultat der Schädigung des Myelins, der schützenden Schicht um die Nervenfasern des zentralen Nervensystems (dem Gehirn, dem Rückenmark und den Sehnerven). Wenn das Myelin geschädigt ist, beeinflusst es direkt die Botschaften, die vom Gehirn an andere Teile des Körpers ausgegeben werden. Es kann dabei auch zu einer permanenten Schädigung der Nervenfasern kommen.

Es können unterschiedliche Symptome auftreten, zu denen auch verschwommenes Sehen, schwache Gliedmaßen, Schmerzen, Blasenschwäche, Gleichgewichtsstörungen und Erschöpfung (Fatigue) zählen. Bei einigen Menschen mit MS ist die Erkrankung abwechselnd durch Schübe und Stillstand gekennzeichnet, bei anderen hat sie eher einen progressiven Verlauf. Für die Betroffenen ist es schwer einschätzbar, inwieweit sich ihr Leben mit MS entwickeln wird.

Zu den größten Herausforderungen für Personen mit MS zählt der fehlende Zugang zu Information und die Aufklärung der Öffentlichkeit, fehlende soziale Unterstützung, der Bedarf an Rat und Unterstützung in Bezug auf Beschäftigung, Krankenversicherung und soziale Sicherheit und die begrenzte Verfügbarkeit von die Krankheit verzögernden Behandlungen, andere Therapieformen und Rehabilitationsmaßnahmen.